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09.06.2016

Duell der No-Names

Das diesjährige Memorial von Jack Nicklaus versprach golferisch ein echtes Highlight zu werden. Dank einer unglaublichen Besetzung – von Jason Day über Jordan Spieth bis hin zu Rory McIlroy, Rickie Fowler und vielen weiteren hochkarätigen Namen – war man gut eine Woche vor den US Open auf den Schlagabtausch und die Formkurve der Superstars gespannt.

GROSSE NAMEN ENTTÄUSCHEN
Doch nach 72 Bahnen im Muirfield Village Golf Club bei Dublin, Ohio, bot sich zumindest vom Bekanntsheitsgrad an der Spitze des Klassements ein ernüchterndes Bild. Jordan Spieth (T57) und Rickie Fowler (MC) hatten aus amerikanischer Sicht nichts mit der Vergabe des Sieges zu tun und auch die Nummer eins der Welt Jason Day blieb mit dem geteilten 27. Platz weit hinter den Erwartungen zurück. Immerhin ließ Rory McIlroy am windigen Finaltag mit einer 68 noch einmal sein Können aufblitzen und wird sich nach dem geteilten vierten Rang in Dublin nun in aller Ruhe auf das nächste Major vorbereiten. Longhitter Dustin Johnson benötigte einen Schlag weniger als der „Celtic Tiger“, verschob am Finaltag allerdings wieder einmal reihenweise Putts aus bester Position und musste sich so mit nur einem Schlag Rückstand auf den späteren Sieger mit Rang drei begnügen.

McGIRT VS CURRAN
Den Titel und den damit verbundenen Handshake mit dem „Golden Bear“ machten im Stechen zwei Profis unter sich aus, die wirklich nicht einmal der bestinformierteste Insider auf dem Zettel gehabt hätte. Auf der einen Seite William McGirt, der in seiner Karriere von der Hooters Tour über die Tar Heel Tour bis hin zur Gateway Tour schon so ziemlich alles abgeklappert hat, was es auf dem Golfmarkt gibt.

Auf der anderen Seite Jon Curran, dessen bestes Showing ein Playoff bei der Puerto Rico Open 2015 war, das er mit drei anderen Kollegen gegen Alex Cejka verlor. Das Duell McGirt vs Curran, welches von den Namen her eher wie ein Boxmatch um den WM-Titel im Schwergewicht klingt, war am zweiten Extraloch zugunsten von McGirt entschieden. „Es war mein ultimativer Traum, auf der PGA Tour zu spielen und einmal zu siegen“, zeigte sich William McGirt nach seinem Coup völlig überwältigt. Auch Jon Curran war mit seinem Resultat zufrieden, ist er doch dabei, sich wie sein Kollege McGirt endlich einen Namen zu machen.

(von Hubertus tho Rahde)


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